Weltklasse Beach Tennis beim ITF in Saarlouis

Das tolle Teilnehmerfeld wurde seinen Erwartungen gerecht. Ab dem Viertelfinale wurde in Saarlouis absolut auf Weltklasse-Niveau aufgeschlagen. Die zahlreichen Zuschauer konnten auf dem Center Court mit 400 Sitzplätzen extrem hochklassiges Beach Tennis bestaunen. Mit einem erstklassig verlaufenen ITF $15.000 Turnier in Saarlouis und beim TSV Ford Steinrausch hat sich das sportbegeisterte Saarland als neue Destination im Beach Tennis empfohlen. Saarlands Innenminister Klaus Bouillon, der als Schirmherr das Turnier durch sein Engagement nach Saarlouis geholt hatte, unterstrich das große Potenzial dieses Beach Tennis Events, das auf Anhieb eine Benchmark setzte und keinen Vergleich mit der internationalen Konkurrenz zu scheuen braucht. Das galt auch für die sportlichen Leistungen. Bei den Männern setzten sich Tommaso Giovannini und Nikita Burmakin durch. Bei den Frauen siegten Joanna Cortez und Rafaella Miller (Foto unten) aus Brasilien. Die amtierenden Weltmeister Luca Carli und Michele Cappelletti aus Italien hatten sich viel vorgenommen. „Wir wollen in Saarlouis gewinnen“, hatte Carli bereits im Vorfeld verkündet. Doch es kam anders. Im wohl spannendsten und hochklassigsten Spiel des gesamten Turniers unterlagen die Weltmeister gegen Tommaso Giovannini (Italien) und seinen russischen Partner Nikita Burmakin nach fast zweistündiger Spielzeit mit 4:6 6:1 4:6. Die Fans auf dem Center Court bedankten sich mit stehendem Applaus für dieses tolle Match. Damit kam es beim höchstdotierten Beach Tennis Turnier in Europa zum Duell der Vize-Weltmeister Luca Cramarossa/Marco Garavini (Italien) gegen Tommaso Giovannini/Nikita Burmakin (Italien/Russland). Cramarossa/Garavini suchten die langen Ballwechsel, während Giovannini/Burmakin auf den bedingungslosen Angriff setzten und damit erfolgreich waren. Denn gegen die harten Aufschläge des großgewachsenen Russen Burmakin hatten die italienischen Vize-Weltmeister phasenweise keine Antwort. Am Ende eines hochklassigen Spiels stand es 6:4,
und 6:3 für das italienisch-russische Duo, das unterm Strich verdient das ITF $ 15.000 Turnier in Saarlouis gewonnen hatte.
Bei den Frauen standen sich die amtierenden Vize-Weltmeisterinnen Sofia Cimatti/Flaminia Daina aus Italien gegen Joana Cortez/Rafaella Miller aus Brasilien im Finale gegenüber. Zuvor hatten sich die Brasilianerinnen, immerhin Weltmeister von 2016, im Halbfinale gegen die amtierenden Titelträgerinnen Baccetta/Gasparri (Italien) mit 6:0 und 6:4 durchgesetzt. Im Finale waren die Brasilianerinnen Cortez/Miller den amtierenden Vize-Weltmeisterinnen Cimatti/Daina aus Italien deutlich überlegen und siegten mit 6:2 und 6:1.
Aus deutscher Sicht drehte sich bei den Männern natürlich alles um Benjamin und Manuel Ringlstetter. Und das beste nationale Team enttäuschte nicht. Im Viertelfinale trafen sie auf die Vize-Weltmeister Luca Cramarossa/Marco Garavini, unterlagen zwar mit 2:6, 1:6 nach 47 Minuten, verdienten sich aber ein dickes Lob von den Fans und der Konkurrenz und lieferten sich tolle Ballwechsel mit den Profis aus Italien. „Wir haben gut begonnen, aber die entscheidenden Punkte haben wir nicht gemacht. Wir haben es einfach nicht geschafft, so lange auf diesem hohen Niveau zu spielen“, meinte Benjamin Ringlstetter nach dem Match.

Joana Cortez und Rafaella Miller aus Brasilien holten sich den Titel in der Damen-Konkurrenz.

Titelbild: Siegten bei den Herren eindrucksvoll mit hartem Spiel – Nikita Burmakin und Tommaso Giovannini.

Fotos © Maximilian Hamm, Beachclub2010